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Artikel 64 für Ausgabe 16/2011 der Kahlaer Nachrichten - Naturschutzgebiet Unteres Schwarzatal - Jagdschloss Eberstein, Elisabethfelsen und Hünenkuppe:

Das Schwarzatal zwischen Bad Blankenburg und Schwarzburg ist allgemein hinreichend bekannt und beschrieben worden. Doch gibt es auch seitlich und zum Teil hoch über der wildromantischen Schwarza viel Interessantes zu entdecken. In diesem Artikel soll eine Wanderung linksseits flussaufwärts gesehen beschrieben werden. Ausgangspunkt ist das so genannte Chrysopraswehr
Chrysopraswehr bei Bad Blankenburg
am Ortsende von Bad Blankenburg.
Ein kostenloser Parkplatz steht hier zur Verfügung. Am Wehr kann man mit etwas Geduld die Forellen nach Insekten aus dem kristallklaren Wasser springend beobachten und sich auf die Bergwanderung einstimmen.
Von nun an geht es der Beschilderung „Eberstein“ folgend über zwei mögliche Wegstrecken ständig bergauf. Der linke Anstieg ist recht einfach, er folgt einer möglichen Fahrstrecke, der untere Weg ist etwas beschwerlicher.
Zu empfehlen ist aufwärts der linke Weg. Er führt längere Zeit entlang eines plätschernden Bergbaches. Etwa 100 m vor unserem ersten Wanderziel befindet sich die Ruine einer Remise.
Remise Schl. Eberstein Schwarzatal
Sie wurde als Überdachung für die fürstlichen Fahrzeuge und Pferde genutzt. Die kleinen Felsenhöhlen dienten wahrscheinlich als Futterlagerplatz. Nun haben wir das kleine wildromantische Jagdschloss Eberstein der früher hier im Gebiet residierenden Schwarzburger Fürsten erreicht.
Jagdschloss Eberstein
Es wurde 1844 im damals üblichen maurischen Stil errichtet und diente bis zum Jahre 1918 dem Fürstenhaus insbesondere zur Wildschweinjagd. Das Schlösschen befand sich in einem großen Schwarzwildgatter, also einer als „Saugarten“ bezeichneten Einzäunung. In diesem Gebiet wurden die Wildschweine für die fürstliche Jagd gehegt und gepflegt. Das Schlösschen ist in der Regel geschlossen, dient aber heute der Gemeinde Dittersdorf, die auch die Instandhaltung organisiert, als Veranstaltungstreff.

Das folgende Bild zeigt einen Blick in den kleinen Innenhof.
Innenhof Jagdschloss Eberstein
Viele Bänke laden zum Verweilen ein.
Nach einer Rast und Besichtigung der Anlage wird die Wanderung bergauf auf dem mit einem grünen Punkt gekennzeichneten Weg fortgesetzt. Vorbei an interessanten Felsgebilden gelangt man zum „Elisabethfelsen“. Man wird an diesem Aussichtspunkt mit einer wirklich phantastischen Sicht in das in der Tiefe liegende Schwarzatal und bis zum Rennsteig belohnt.
Schwarzatalblick bis Rennsteig
Weiter führt ein Pfad bis zur Hünenkuppe mit Blick auf einen Teil Bad Blankenburgs.
Diese Wanderung in intakter Natur ist ein herrliches Erlebnis.
Romantik im Schwarzatal
Auf dem Rückweg sollte man stets der roten Dreieckmarkierung bis in das Schwarzatal zum Ausgangspunkt folgen.

Heinz Arlitt
Heimatgesellschaft

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