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Artikel 1 für die Kahlaer Nachrichten - Die Kirchenruine Töpfersdorf:

Dokumentation im Auftrag der Heimatgesellschaft Kahla e. V.

Einführungsworte:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger meiner Heimatstadt Kahla, im Auftrag der Kahlaer Heimatgesellschaft e. V. beginne ich mit dieser Ausgabe der Kahlaer Nachrichten die komprimierte Dokumentation über kulturgeschichtliche und ähnliche Themen unserer Heimat. Darunter verstehe ich Orte, die in näherer Umgebung, auch in umliegenden Kreisen, liegen und einen Besuch wert sind.
Ich stelle immer wieder fest, dass selbst in unmittelbarer Nähe liegende Ziele oft nicht hinreichend bekannt sind. Dem soll mit diesen Darlegungen Abhilfe geschaffen werden. Beabsichtigt sind keine ausführlichen Beschreibungen oder die umfangreiche Schilderung geschichtlicher Abläufe. Dafür gibt es Literatur für Interessierte. Ich möchte sie sensibilisieren für das Wesentliche, aber auch das Schöne der Natur zu allen Jahreszeiten zu entdecken.
Folgen sie mir deshalb bitte an Ihnen bekannte und unbekannte Orte.

Viel Freude dabei
Ihr Heinz Arlitt



Etwas versteckt in der Uhlstädter Heide, zwischen Zeutsch und Friedebach, findet man eine imposante, zum Teil noch gut erhaltene Kirchenruine.
Kirchenruine Töpfersdorf
Es handelt sich offenbar um eine früher viel besuchte Wallfahrtsstätte namens St. Wolfgang.
Noch im 15. Jahrhundert wird von Wallfahrten berichtet. Die Kirche soll aber dann im Jahre 1545 eingestürzt sein und wurde wohl nie wieder aufgebaut. Sie stand im kleinen Dörflein Töpfersdorf. Viele Keramikfunde lassen darauf schließen, dass hier in größerem Umfang Töpferwaren hergestellt wurden. Das nötige Brennmaterial war in unmittelbarer Nähe vorhanden. Vermutlich wurde der Ort durch die Lobdeburger Linie um 1166 gegründet.
Der Ort hatte wohl maximal 14 Häuser, wurde im Bruderkrieg um 1450 zerstört, wiederaufgebaut und etwa um 1850 von der letzten Bewohnerin verlassen.

Noch heute sind neben der Kirchenruine ein alter Keller, einige Grundmauern und eine Brunnenstube vorhanden.
Kirchenruine Töpfersdorf
In der Gemeinde Niederkrossen wurde eine restaurierte Glocke der Töpfersdorfer Kirche vor der Kirche des Ortes aufgestellt.
Kirchenglocke von 1531
Beide Orte sind sehr gut erreichbar. Hinter Zeutsch führt ein Wanderweg in das Töpfertal und auch vom Ortseingang Friedebach aus kann man die Wüstung problemlos erwandern.

Heinz Arlitt
Heimatgesellschaft
Spezielle Web-Version mit einem extra Bildern.

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